...ist die Janne jetzt schon alt und sie ist eine richtige Spuckliesl. Gestillt wird nur noch mit Lätzchen, ich komme mit dem Waschen kaum hinter her. Jetzt liegt sie gerade zufrieden spuckend in ihrem Fisher-Price-Activecenter und beobachtet das Fischmobile. Heute hat sie mich zum ersten Mal bewusst angelächelt. Da habe ich schon lange drauf gewartet. Sie ist so unendlich süß! Heute Nacht brauchte ich auch nur einmal stillen, sie hat uns so schön schlafen lassen. Nur die Schreistunden abends, die zieht sie weiter durch mit aller Kraft. Aber vielleicht hat das auch alles bald ein Ende. Zusammen mit dem Spucken oder so.
Bald beginnt auch der Babymassagekurs und Pekip, dann fällt uns nicht immer die Decke auf den Kopf. Aber ich möchte ihr jetzt nicht schon zu viel Stress antun. Desshalb bleibt es dann erstmal bei zwei Sachen.
Freitag, 29. August 2008
Donnerstag, 21. August 2008
21.08.08 :5-Wochen-Schub
Was ist denn das!!???
Letzten Sonntag waren wir auf der Rückreise unseres ersten Campingausfluges mit der kleinen Janne. Die zwei Tage oder eher die Nächte im Wohnwagen waren für Janne ungewohnt hab ich gedacht. Die Nächte klappen ja sonst immer super, aber hier wirkte sie unruhig und wollte auch ständig bei uns sein und öfter gestillt werden. Am Sonntag bei der Rückreise hat sie dafür nur geschlafen, 10 Stunden am Stück. Selbst beim Stillen ist sie nicht richtig wach geworden (ich wollte sie wecken, weil ich keine Pumpe dabei hatte) und das Wickeln hat sie ganz verschlafen. Nicht schlecht, weil wir unterwegs waren hab ich noch gedacht. Der Montag war dafür unerträglich. Sie hat von 9 Uhr morgens an bis sage und schreibe 22 Uhr abends nur eine Stunde geschlafen zwischendurch und sonst nur geschrien. Das Bäuchlein war gebläht, aber raus kam nichts. Ich wurde bald verrückt. Vorgestern und gestern war es auch nicht viel besser. Sie war oft müde, fand aber nie in den Schlaf und hat immer viel geweint. Heute scheint alles beim Alten zu sein (bis jetzt -wir haben 13:45 Uhr-). Sie ist ganz die Alte und war auch in der Stillgruppe ganz friedlich und wach und hat sich die anderen Babys angeguckt.
Ich hatte Zeit fürs Internet und habe endlich meine Juli-Mamis-2008 von schwanger-online.de bei erziehung-online.de wieder gefunden. Und was lese ich?! Es gibt den typischen 5-Wochen-Schub (es gibt wohl auch noch andere Schübe). Das ist also alles normal. Die Janne hat einen Schub, die Sinnesorgane reifen gerade so schnell, dass sie selber damit überfordert ist. Jetzt bin ich beruhigt. Es tut mir leid, dass ich sie in den vergangenen Tagen auch mal habe schreien lassen. In dem Buch "Oh je ich wachse" steht nämlich, dass sie in dieser Zeit besonders kontaktbedürftig sind. Aber ich war mit den Nerven so am Ende weil gar nichts half. Und einmal rund um die Uhr schreien zerrt nunmal an den Nerven, an meinen zumindest und René musste seine beiden Damen trösten.
Leider lese ich in dem Buch auch, dass der nächste Schub schon in der 8. Woche kommt, also vermutlich so um den Dreh, wenn wir in Holland an der Küste Urlaub machen im September. Dann stelle ich mich einfach mit ihr an einen einsamen Strand, nehme sie fest in den Arm und lasse sie gegen den Wind schreien, dann hört uns auch keiner ;-)
Sonntag, 10. August 2008
was wird bei einem möglicherweise nächsten Kind anders?
Ich habe mir vorgenommen, auf René´s Anraten hin, mir einige Dinge sicherheitshalber aufzuschreiben, die ich beim nächsten Kind genau so oder anders machen würde.Dinge, die auf keinen Fall in Vergessenheit geraten dürfen (Gedankenstütze für mich).
Dinge, die anders laufen sollen:
-Geburt nicht im liegen auf dem Rücken (Grund: Steißbeinprellung!!!! wochenlange Schmerzen danach. Vielleicht besser: Vierfüßlerstand?!)
-falls nochmal ein Kurs gemacht wird nicht bei der bisherigen Hebamme
-falls nochmal Entbindung im Helios: direkt Bescheid sagen, dass Milcheinschuss relativ spät beim ersten Kind erfolgte und daher sich nicht anmeckern lassen, wenn man Glucose holt
-Bescheid sagen, dass man privat versichert ist, aber auf Zweibettzimmer und Chefarzt verzichtet (Chefarzt ist nicht mit drin und Beihilfe streicht Zuschüsse)
-beim CTG sagen, dass beim ersten Kind schon keine Wehen aufgezeichnet wurden und man mir bitte glauben soll
-etwas zu Trinken mit in den Kreisssaal nehmen. Kein Mensch hat da Zeit zum essen, aber ich hatte nur 0,5 l zu trinken in der ganzen Zeit vom Krankenhaus bekommen
-mehr Kommunikation mit Rene (er fand mich etwas wortkarg während der Entbindung und schiebt es auf körperlich Unfitness, ich wirkte so kaputt...der Mann bekommt gleich Schläge zur Demonstration meiner körperlichen Fitness!)
-Still-BH´s (falls nicht mehr vorhanden) im Doppelpack bei C&A kaufen, Größe wie üblich, hier ist nix doll gewachsen
-in der Schwangerschaft noch ganz viel Zwiebeln, Döner, Pizza, Flammkuchen, Erbsensuppe essen, weil es durch das Stillen erstmal nicht mehr möglich ist
- Kind auf bei Vormilch schon fleißig anlegen, aber nicht mehr länger als 30-40 Minuten am Stück
-ruhig von Anfang an das Baby mit Fön beruhigen (wollt ich ja nie machen, aber sie liebt die warme Luft auf ihrer nackten Haut und das Geräusch. Selbst beim dollsten Geschrei lässt sie sich damit beruhige)
-im Krankenhaus schon Schnuller falls es gar nicht anders geht. Janne hat so ein ausgeprägtes Saugbedürfnis, dass wir jetzt leider doch zumindest abends und nachts mal auf Schnuller zurückgreifen um Nerven zu schonen)
So, mehr fällt mir gerade nicht ein. Bald kommt die Gedankenstütze für dinge, die gut gelaufen sind und wiederholt werden müssen.
Heute hat aber Omi Geburtstag und Janne ist schon ganz schick angezogen, wir machen uns gleich auf den Weg.
Es klappt eigentlich alles super!
Sie trinkt so schön und ganz gierig, wir sind ruck zuck mit Stillen fertig, nur leider kommt manchmal einiges wieder raus. Wir sind ständig beide vollgespuckt.
Gestern waren wir in Holland shoppen und sie war den ganzen Tag soooo lieb und friedlich. Hat nicht einmal geheult oder geschrien und wurde brav in der Pommesbude wach, so dass wir quasi alle zusammen essen konnten. Wir müssen los...
Dinge, die anders laufen sollen:
-Geburt nicht im liegen auf dem Rücken (Grund: Steißbeinprellung!!!! wochenlange Schmerzen danach. Vielleicht besser: Vierfüßlerstand?!)
-falls nochmal ein Kurs gemacht wird nicht bei der bisherigen Hebamme
-falls nochmal Entbindung im Helios: direkt Bescheid sagen, dass Milcheinschuss relativ spät beim ersten Kind erfolgte und daher sich nicht anmeckern lassen, wenn man Glucose holt
-Bescheid sagen, dass man privat versichert ist, aber auf Zweibettzimmer und Chefarzt verzichtet (Chefarzt ist nicht mit drin und Beihilfe streicht Zuschüsse)
-beim CTG sagen, dass beim ersten Kind schon keine Wehen aufgezeichnet wurden und man mir bitte glauben soll
-etwas zu Trinken mit in den Kreisssaal nehmen. Kein Mensch hat da Zeit zum essen, aber ich hatte nur 0,5 l zu trinken in der ganzen Zeit vom Krankenhaus bekommen
-mehr Kommunikation mit Rene (er fand mich etwas wortkarg während der Entbindung und schiebt es auf körperlich Unfitness, ich wirkte so kaputt...der Mann bekommt gleich Schläge zur Demonstration meiner körperlichen Fitness!)
-Still-BH´s (falls nicht mehr vorhanden) im Doppelpack bei C&A kaufen, Größe wie üblich, hier ist nix doll gewachsen
-in der Schwangerschaft noch ganz viel Zwiebeln, Döner, Pizza, Flammkuchen, Erbsensuppe essen, weil es durch das Stillen erstmal nicht mehr möglich ist
- Kind auf bei Vormilch schon fleißig anlegen, aber nicht mehr länger als 30-40 Minuten am Stück
-ruhig von Anfang an das Baby mit Fön beruhigen (wollt ich ja nie machen, aber sie liebt die warme Luft auf ihrer nackten Haut und das Geräusch. Selbst beim dollsten Geschrei lässt sie sich damit beruhige)
-im Krankenhaus schon Schnuller falls es gar nicht anders geht. Janne hat so ein ausgeprägtes Saugbedürfnis, dass wir jetzt leider doch zumindest abends und nachts mal auf Schnuller zurückgreifen um Nerven zu schonen)
So, mehr fällt mir gerade nicht ein. Bald kommt die Gedankenstütze für dinge, die gut gelaufen sind und wiederholt werden müssen.
Heute hat aber Omi Geburtstag und Janne ist schon ganz schick angezogen, wir machen uns gleich auf den Weg.
Es klappt eigentlich alles super!
Sie trinkt so schön und ganz gierig, wir sind ruck zuck mit Stillen fertig, nur leider kommt manchmal einiges wieder raus. Wir sind ständig beide vollgespuckt.
Gestern waren wir in Holland shoppen und sie war den ganzen Tag soooo lieb und friedlich. Hat nicht einmal geheult oder geschrien und wurde brav in der Pommesbude wach, so dass wir quasi alle zusammen essen konnten. Wir müssen los...
Montag, 28. Juli 2008
Die ersten Tage zu Hause
Die erste Nacht nach dem Krankenhaus zu Hause war schlimm. Schon im Krankenhaus hatte ich die Befürchtung, immer noch nicht richtig Milch zu haben. So kam ich mir wie ein Hühnerdieb vor, wenn ich wieder in den Elternraum ging, um Glucose zu holen, damit unser Kind satt wird. Die Schwestern waren nicht gerade freundlich wenn sie mich anraunsten, es könne doch nicht sein, dass wir schon wieder Glucose bräuchten. Ich solle Janne mehr anlegen, weniger anlegen, länger anlegen, kürzer anlegen usw.
Die Milch kam dann erst am fünften Tag bzw. in der ersten Nacht zu Haus. Wir waren eh schon ein bisschen mit den Nerven am Ende, weil Janne ziemlich viel geschrien hatte, für uns ohne ersichtlichen Grund. In unserer Verzweiflung wollten wir ihr ein Fläschchen Tee geben, es schien, als hätte sie starke Blähungen.
Noch dazu wachte ich dann am nächsten Morgen mit prallen schmerzenden Brüsten raus, die so geschwollen waren, dass es unmöglich schien, dem Kind irgendwie die Brustwarze rein zu befördern. René musste zur Arbeit und ließ mich in meinem Dilemma allein. Ich weiß, er wäre lieber zu Haus geblieben und kam zum Glück recht schnell zurück. Ich tat instinktiv das richtige. Zwar wusste ich, dass bei Milchstau Kälte helfen sollte, aber ich hatte das Gefühl, damit nichts ins Rollen bzw. zum Fließen zu bringen, also versuchte ich es mit einem Körnerkissen und siehe da- es klappte und ich bekam Janne zum ersten Mal aus eigener Produktion satt. Später stellte sich heraus, dass ich sie übersatt bekam, denn das anfängliche Spucken war einfach Folge meines Übereifers. Inzwischen sind wir schneller mit Stillen fertig denn jetzt weiß ich, dass ich bestimmen muss, wann Schluss ist. Sie würde wahrscheinlich ewig weiter nuckeln wenn ich sie ließe.
Nachts gönnt sie uns schonmal 5 Stunden Schlaf am Stück. Die Nächte klappen überhaupt super. Den ersten Teil verbringt Janne entweder in ihrem Bett oder Beistellbett, die zweite Hälfte schläft sie mit bei uns im Bett.
René hat sich um ein super Babyphon gekümmert, so dass wir sie manchmal schweren Herzens schon in ihr Zimmer legen für zumindest ein paar Stunden. Ich schlafe dann doch einfach etwas besser, auch wenn ich es sonst sehr genieße, sie direkt in meiner Nähe zu haben.
Die schönsten Augenblicke sind die, wenn sie satt und müde neben mir liegt, angesicht zu angesicht, sie noch gegen den Schlaf ankämpft und dabei die dollsten Grimassen zieht. Dann habe ich sie so unendlich lieb!
Wenn René nach Hause kommt tut er mir manchmal leid. Die Tage sind immer so ruhig, Stunden dauern und man kann sie einfach nicht beruhigen. Das fällt leider immer genau in René´s Feierabend. Aber es sieht es zum Glück gelassener. Ich muss mich dann doch bemühen, nicht die Fassung zu verlieren.
Gestern war sie etwas eher mit Schreien fertig und wir konnten den Abend zumindest in Ruhe auf dem Balkon bei der Familie verbringen. Janne mitzunehmen macht mich immer stolz. Am liebsten gehen wir zu Leuten, die uns nicht mit nervenden gut gemeinten aber überflüssigen Ratschlägen bombadieren, die teilweise schon fast unverschämt sind oder zumindest so ankommen.
In ein paar Wochen gehen wir mal zur Babymassage. Ich möchte Janne ja auch etwas bieten und manchmal fällt mir schon die Decke auf den Kopf.
Ich vermisse René den ganzen Tag unerträglich doll und wenn er dann da ist, reden wir doch auch fast wieder nur über Janne. Wir müssen versuchen, trotzdem ein Paar zu bleiben, nicht nur Eltern zu sein. Deshalb plane ich jetzt mal, was man vielleicht paarmäßig aber mit Kind die Woche noch unternehmen könnte.
Die Milch kam dann erst am fünften Tag bzw. in der ersten Nacht zu Haus. Wir waren eh schon ein bisschen mit den Nerven am Ende, weil Janne ziemlich viel geschrien hatte, für uns ohne ersichtlichen Grund. In unserer Verzweiflung wollten wir ihr ein Fläschchen Tee geben, es schien, als hätte sie starke Blähungen.
Noch dazu wachte ich dann am nächsten Morgen mit prallen schmerzenden Brüsten raus, die so geschwollen waren, dass es unmöglich schien, dem Kind irgendwie die Brustwarze rein zu befördern. René musste zur Arbeit und ließ mich in meinem Dilemma allein. Ich weiß, er wäre lieber zu Haus geblieben und kam zum Glück recht schnell zurück. Ich tat instinktiv das richtige. Zwar wusste ich, dass bei Milchstau Kälte helfen sollte, aber ich hatte das Gefühl, damit nichts ins Rollen bzw. zum Fließen zu bringen, also versuchte ich es mit einem Körnerkissen und siehe da- es klappte und ich bekam Janne zum ersten Mal aus eigener Produktion satt. Später stellte sich heraus, dass ich sie übersatt bekam, denn das anfängliche Spucken war einfach Folge meines Übereifers. Inzwischen sind wir schneller mit Stillen fertig denn jetzt weiß ich, dass ich bestimmen muss, wann Schluss ist. Sie würde wahrscheinlich ewig weiter nuckeln wenn ich sie ließe.
Nachts gönnt sie uns schonmal 5 Stunden Schlaf am Stück. Die Nächte klappen überhaupt super. Den ersten Teil verbringt Janne entweder in ihrem Bett oder Beistellbett, die zweite Hälfte schläft sie mit bei uns im Bett.
René hat sich um ein super Babyphon gekümmert, so dass wir sie manchmal schweren Herzens schon in ihr Zimmer legen für zumindest ein paar Stunden. Ich schlafe dann doch einfach etwas besser, auch wenn ich es sonst sehr genieße, sie direkt in meiner Nähe zu haben.
Die schönsten Augenblicke sind die, wenn sie satt und müde neben mir liegt, angesicht zu angesicht, sie noch gegen den Schlaf ankämpft und dabei die dollsten Grimassen zieht. Dann habe ich sie so unendlich lieb!
Wenn René nach Hause kommt tut er mir manchmal leid. Die Tage sind immer so ruhig, Stunden dauern und man kann sie einfach nicht beruhigen. Das fällt leider immer genau in René´s Feierabend. Aber es sieht es zum Glück gelassener. Ich muss mich dann doch bemühen, nicht die Fassung zu verlieren.
Gestern war sie etwas eher mit Schreien fertig und wir konnten den Abend zumindest in Ruhe auf dem Balkon bei der Familie verbringen. Janne mitzunehmen macht mich immer stolz. Am liebsten gehen wir zu Leuten, die uns nicht mit nervenden gut gemeinten aber überflüssigen Ratschlägen bombadieren, die teilweise schon fast unverschämt sind oder zumindest so ankommen.
In ein paar Wochen gehen wir mal zur Babymassage. Ich möchte Janne ja auch etwas bieten und manchmal fällt mir schon die Decke auf den Kopf.
Ich vermisse René den ganzen Tag unerträglich doll und wenn er dann da ist, reden wir doch auch fast wieder nur über Janne. Wir müssen versuchen, trotzdem ein Paar zu bleiben, nicht nur Eltern zu sein. Deshalb plane ich jetzt mal, was man vielleicht paarmäßig aber mit Kind die Woche noch unternehmen könnte.
Freitag, 25. Juli 2008
Das Finale vom 17.07 oder : "Schlimmer als die Entbindung ist die Hämorrhoide danach!"

Mein Gefühl hat mich nicht getäuscht. Seit einer Woche sind wir zu dritt und es ist unbeschreiblich. Seitdem sind viele Tränen geflossen. Der Rührung, der Verwirrung, der Verzweiflung oder puren Freude. (Keine vor Schmerz, da bin ich froh!)
Ich bin vergangenen Mittwoch dann ins Krankenhaus gefahren zur Akkupunktur. Die Nadeln in den kleinen Zehen sollten mir zu besonders guten Wehen verhelfen. Ich merke prompt auch eine. Für die Rückfahrt habe ich mich vorsichtshalber von meiner Mutter abholen lassen. Dort bin ich dann in die Wanne gegangen um zu testen, ob es sich um Vor- oder echte Wehen handelt.
Die Wehen ließen nach und ich hielt erstmal zwei Stunden einen Mittagsschlaf, mir meiner Sache sicher, dass es also doch noch nicht los geht. Als ich aufstand und zur Toilette ging sah ich, dass ich blutigen Schleim verlor. Sah so der Schleimpfropf aus??? Ich beschloss nach Hause zu fahren und auf René zu warten. Meine Mutter bat mich inständig, nochmal im Krankenhaus vorbei zu gucken, sollte es sich mit dem Ausfluss nicht bessern. So fuhren wir am späten Nachmittag nochmal ins Krankenhaus. Ob ich zu diesem Zeitpunkt Wehen hatte oder nicht weiß ich gar nicht mehr, wenn waren sie nur sehr leicht. Ich glaub so ca. alle 15 Minuten. Wir gingen direkt zum Kreißsaal und ich kam ans CTG. Der Wehenschreiber schrieb nicht eine Wehe. Meinen Erläuterungen schien die Hebamme nicht sonderlich zu glauben und ich war froh, trotzdem noch einer Gynäkologin vorgestellt zu werden. Festgestellt wurde, dass sich der Muttermund bereits 5-6 cm geöffnet hatte. Wehen hatte ich inzwischen aber wieder keine mehr. Vor Schreck wahrscheinlich. Für mich hieß das aber, umgehende stationäre Aufnahme. Während René meine Sachen holte guckte ich mir mein Zimmer an und wartete draußen um noch ein paar Leute anzurufen.
Um 21:00 Uhr sollte ich nochmal zum CTG erscheinen. Man würde die Nacht abwarten sagte man mir und am nächsten Tag sollte ich etwas pflanzliches zur Wehenförderung bekommen.
Irgendwann setzten Gott sei Dank die Wehen wieder von alleine ein und als wir um 21:30 Uhr wieder an der Klingel zum Kreißsaal standen hatte ich regelmäßige Wehen im Abstand von 5-6 Minuten. Ich empfand sie aber als total ertragbar und machte mir nicht einmal die Mühe, sie zu veratmen. Da sie aber erneut nicht aufgezeichnet wurden (angeblich liegt es an meiner dicken Bauchdecke) wurde mich wieder nicht viel Glauben geschenkt und mir stattdessen ein Schlafmittel angeboten. Ich fragte mich, wie ich mit Wehen in derart kurzen Abständen schlafen sollte und antwortete „Nein danke, ich werde statt zu schlafen lieber weiter an der Entbindung arbeiten und die Wehen voran bringen“. Wieder untersuchte eine Ärztin und befand den Muttermund vollständig eröffnet. Da war die Überraschung dann auch bei den Hebammen groß und im selben Augenblick, als ich von der CTG-Liege aufstehen wollte platze die Fruchtblase. Wie vermutlich jede Erstgebärende hielt ich mich für eine Millisekunde für inkontinent bis ich gerafft hab, was los war. Für alle, die es sich auch fragen: Man merkt es nahezu sofort wenn es Fruchtwasser ist. Es fühlt sich ganz seifig an und kommt nunmal einfach auch woanders raus als Pipi!
Trotzdem fühlte ich noch ein letztes Mal so etwas wie Scham als ich mit heruntergelassenen Hosen zwischen der Ärztin, einer Hebamme und René stand und es zwischen meinen Beinen nur so tropfte. Ich bat inständig darum, auf´s Klo gehen zu dürfen, um erstens den Raum nicht weiter einzusauen und zweitens die Sache mit mir alleine auszumachen ohne Zuschauer.
Wir schafften es so eben bis zum ersten Klo vor der Kreißsaalpforte. Ich bekam mit auf den Weg, dass ich mal ne Stunde spazieren gehen soll. Auf dem Klo sitzend und das Fruchtwasser ablaufen lassend war mir aber schon klar, dass an Spazieren nicht mehr zu denken war. Mein Körper tat das einzig richtige und machte dem Kind so viel Platz wie möglich, indem ich nochmal „alle Schläuche leerte“ und das nicht nur einmal. Somit war ich zumindest dahingehend beruhigt, dass ich außer einem Kind noch so einiges andere rauspressen würde.
Von dem Klo schleppte ich mich zum nächsten auf meinem Zimmer. Auf der Strecke übermannt von einer heftigen Wehe war ich dann in meinem Zimmer fest davon überzeugt, mein Kind auf dem Klo zu bekommen. Schließlich wollte man mich im Kreißsaal noch nicht haben. René schaffte es, mich unter Androhung eines Rollstuhls, doch noch zurückzubringen und sagte an der Gegensprechanlage nach dem Klingeln in bestimmendem Tonfall: „Wir wären dann jetzt so weit!“ Noch auf dem Weg zum Kreißbett setzte die erste Presswehe ein, ich erkundige mich aber brav, ob ich denn jetzt die Hose ausziehen dürfe.
Auf dem Kreißbett bekam ich nach weiteren zwei Presswehen dann bereits die freudige Mitteilung, dass man schon die Haare sehen könne. Sie wären dunkel. Ich konnte gar nicht fasse, wie easy das alles ging. War aber weiterhin davon überzeugt, ich müsse nochmal aufstehen und aufs Klo, den der Druck ließ irgendwie nicht nach. Die Hebamme erklärte mir, das sei halt der Druck von den Wehen. Das würde nicht heißen, dass ich nochmal abführen müsse.
Ich presste und presste, zwischendurch sollte ich immer mal eine Presswehe veratmen, das schien mir ein übermenschliches Verlangen. Kaum machbar! Die Hebamme verlangte außerdem eine Atemtechnik von mir, die total abwich von dem, was ich im Vorbereitungskurs gelernt hatte. Das hat mich kollossal verwirrt. Außerdem war im Kreißsaal nebenan auch eine Geburt im Gange, so dass ich die Hälfte der Wehen mit René alleine war und Ärztin und Hebamme nebenan. Je mehr die andere Frau schrie, desto verkrampfter wurde ich. Es konnte doch nicht sein, dass man nach drei Wehen schon das Köpfchen sehen konnte und dann war plötzlich Ende?! Ich merkte instinktiv, ich könne pressen bis ich platze, aber das Kind steckte einfach fest. Nach 1,5 Stunden ohne Erfolg schmissen sich abwechselnd die Hebamme oder die Ärztin auf meinen Bauch beim Pressen- ohne Erfolg. Der Oberarzt wurde gerufen und versuchte das gleiche. Man entschied sich dann auch zum Wohle des Kindes zur Saugglocke zu greifen. Auch der zwischenzeitlich angeschlossene Wehentropf blieb von mir unbemerkt. Man meinte, meine Wehen seien nicht stark genug, ich empfand sie aber schon als sehr ausgeprägt und auch mit dem Tropf nicht anders.
Ich war dankbar für die Saugglocke, weil ich langsam dann doch am Ende meiner Kräfte war. So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Im Kurs war immer die Rede von Rückenmassage, Stellungswechseln und kühlem Waschlappen auf der Stirn. René tat aber sein meistes und bestes und ohne ihn möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie es gewesen wäre. Ich hätte dann tatsächlich die halbe Zeit allein da gelegen. Er war super!!!
Der Arzt setzte die Saugglocke an und ich durfte wieder nur veratmen. Unsere kleine Janne hatte leider die letzte Drehung im Becken nicht hinbekommen und steckte mit den Schultern fest. Mit der Glocke bedurfte es dann noch zwei Wehen und leider erheblich viel Schneiderei, dann erblickte sie endlich das Licht der Welt und wurde mir quasi auf den Bauch geworfen.
Das Nähen und Blutstillen hinterher dauert nochmal so lange, wie der ganze Geburtsvorgang und ich möchte eigentlich nicht näher darauf eingehen. Ich bat irgendwann beim Nähen um ein Schmerzmittel weil ich es einfach leid war und beschimpfte den Arzt, er solle aufhören, so viel Metall in mich reinzustecken. Mit dem Schmerztropf war es dann irgendwie auszuhalten und beobachtete, wie Janne gebadet wurde und der stolze Papa die ersten Fotos schoss, während ich leider ziemlich viel Blut verlor.
Alles in einem hatte es dann doch super geklappt und ging recht schnell. Hätte sie richtig gelegen, wären wir nach einer Viertelstunde wieder draußen gewesen, aber es sollte nicht sein. Vielleicht wäre es mir dann auch zu schnell gegangen.
Das erste Anlagen nach dem Baden klappte tatsächlich schon reibungslos und schien mir wie ein Wunder. Sie war so hübsch wenn auch etwas verfärbt. Die Haut noch leicht bläulich, die Lippen total rot aber einfach ein Wunder!
Ich bin dankbar für jede Erfahrung!
Im nächsten Post schreibe ich noch über die Eingewöhungsphase und die ersten Tage zu Hause, aber jetzt wird gerade jemand quängelig...
Dienstag, 15. Juli 2008
Mittwoch 16.07.
Gestern war ich beim Arzt. Es hat sich leider noch nicht viel getan. Der Muttermund ist minimal geöffnet, Fruchtwasser noch ausreichend vorhanden und das Kind bestens versorgt. Nichts sieht nach Entbindung aus. Ich war fest davon überzeugt, über die Zeit zu gehen. Es sieht alles danach aus. Montag, am errechneten Termin, muss ich wieder hin und dann alle zwei Tage. Wenn sich bis Ende nächster Woche nichts getan hat werde ich im Krankenhaus vorgestellt.
Seid letzter Nacht habe ich aber Wehen. In ganz unregelmäßigen Abständen. Zumindest glaube ich, dass es Wehen sind. Seid 4:30 Uhr bin ich wach und habe René in Ruhe weiter schlafen lassen und auch gerade zur Arbeit geschickt. Es sind sicher nur Vorwehen. Leider habe ich keine Badewanne um zu testen, ob es schlimmer oder besser darin würde.
Gleich fahre ich zur Akupunktur ins Krankenhaus. Vielleicht lasse ich die Hebamme dort nochmal gucken, ob sich der Muttermund weiter verändert hat. Ganz schön blöd, wenn man gar nicht weiß, wie sich alles anfühlt und was da so abgeht. Jetzt hatte ich ja auch gar nicht mehr damit gerechnet, seit dem Befund von gestern.
Eigentlich hab ich heute auch genug anderes zu tun, aber ich winde mich teilweise vor Schmerzen....
Abwarten
Seid letzter Nacht habe ich aber Wehen. In ganz unregelmäßigen Abständen. Zumindest glaube ich, dass es Wehen sind. Seid 4:30 Uhr bin ich wach und habe René in Ruhe weiter schlafen lassen und auch gerade zur Arbeit geschickt. Es sind sicher nur Vorwehen. Leider habe ich keine Badewanne um zu testen, ob es schlimmer oder besser darin würde.
Gleich fahre ich zur Akupunktur ins Krankenhaus. Vielleicht lasse ich die Hebamme dort nochmal gucken, ob sich der Muttermund weiter verändert hat. Ganz schön blöd, wenn man gar nicht weiß, wie sich alles anfühlt und was da so abgeht. Jetzt hatte ich ja auch gar nicht mehr damit gerechnet, seit dem Befund von gestern.
Eigentlich hab ich heute auch genug anderes zu tun, aber ich winde mich teilweise vor Schmerzen....
Abwarten
Sonntag, 13. Juli 2008
Montag, 14.07., 40. SSW


Heute endete die Nacht um 4:00 Uhr aufgrund massiven Sodbrennens. Macht aber auch nichts. Mein Schlafrythmus ist eh total verkorkst. Ich bin dann eine Stunde später aufgestanden und hab in Ruhe geduscht, leider wurde René davon geweckt und so haben wir aber schon einen schönen gemeinsamen Morgen hinter uns, jetzt ist er gerade raus zur Arbeit.
Gleich kommen meine Eltern mit meinem Nicola-Schatz zum Frühstück. Ich bin froh, dass sie wieder aus dem Urlaub zurück sind und denke mal wieder : "Jetzt könnte es theoretisch los gehen!"
René hat Ende letzter Woche meinen Bauch bemalt. Schade, dass ich nicht so einen typischen kugelrunden Schwangerschaftsbauch hab sondern einfach auch weiterhin hier und da ne Speckfalte. Trotzdem traue ich mich jetzt und lade gleich mal zwei Bilder hoch. Später ärgert man sich, wenn man den Augenblick nicht trotzdem festgehalten hat.
Gestern habe ich mich nochmal mit der Technik des Kinderwagens vertraut gemacht. Ich wusste schon wieder nichts mehr und hätte noch nicht mal das Verdeck runter bekommen. Wäre ja mega peinlich in der Öffentlichkeit, direkt als Mutter zu versagen, weil man schon mit dem Kinderwagen total überfordert ist. Trotzdem habe ich insgeheim gerechnet, wie lange ich demnächst für alles brauchen werde. Mal eben einkaufen ist da nicht drin. Wenn ich erst das Kind in den Maxi-Cosi püngeln muss, dann Kinderwagen auseinander nehmen (also Schlafteil und Fahrgestell trennen), im Auto verstauen, vorher "gefüllten" Maxi-Cosi ins Auto, dann Kinderwagen wieder raus, zusammenbauen, Kind aus Maxi-Cosi usw. Das wird erstmal dauern! Wenn es dann noch regnet ist man glaube ich als Mutter total in den Hintern gekniffen. René wäre zu alle dem besser geeignet, er ist eindeutig der ruhigere von uns zumindest hat er dickere Nerven.
Außerdem haben mich doch Anfang des Jahres alle gewarnt, dass es so ein Jahrhundertsommer wird, mit 40 Grad im Schatten und so. Wo bleibt denn dieser Sommer? Ich hab extra noch superdünne Sachen für Janne gekauft ohne Ende, weil ich dachte, das Kind bekommt in seinen Nicki-Stramplern einen Hitzeschlag und jetzt?! Wenn sich nichts ändert kann ich die Sachen so direkt ungetragen verstauen und entweder für´s nächste Kind wegpacken oder zur Kleiderbörse geben.
Ich bin so gespannt wie sich alles anfühlt. Wie werden die ersten Wehen sein? Bekomm ich überhaupt welche oder muss vielleicht auch alles eingeleitet werden? Wird es eine natürliche Geburt oder komme ich doch nicht um einen Kaiserschnitt rum? Hoffentlich lässt sie sich nicht zu viel Zeit. Je größer sie wird, desto eher ein Kaiserschnitt. War das letzte Wochenende unser letztes zu zweit? René macht sich tatsächlich Gedanken, dass noch ganz Schlimmes passieren kann. Wie es wäre, wenn er nur zu zweit aus dem Krankenhaus zurück kommt. Wenn einer von uns es nicht überstanden hat. Solche Horror-Visionen hatte ich gar nicht bis gestern. Da hat er mir echt Angst gemacht.
Jetzt lade ich mal die Bilder hoch und bereite das Frühstück vor!
Abonnieren
Posts (Atom)